Selbstfürsorge ist kein Egoismus
Sind sie auch mit Sprüchen wie „ohne Fleiß kein Preis“, oder „zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen“, aufgewachsen?
Neulich habe ich gelesen, dass es einen Begriff gibt, der sich „Wellbeing shaming“ nennt. Menschen werden dafür kritisiert, dass sie sich um ihre psychische und körperliche Gesundheit kümmern. Sie werden oft als egoistisch bezeichnet und „abgesnobt“.
Dabei ist ein gesunder Umgang mit seinen Möglichkeiten und Grenzen, der Schlüssel seine Leistungsfähigkeit und Lebensfreude zu bewahren.
Menschen die sich ständig überlasten, neigen häufiger zu allerlei psychosomatischen Beschwerden. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit, Konzentrationsprobleme, Magenschmerzen, Verdauungsprobleme, Haarausfall, Bluthochdruck, Rückzugstendenzen, um nur die häufigsten Symptome zu nennen. Das ebnet den Weg ins „burn out“. Kein guter Plan!
Wie kann ich mir selber helfen?
Aus meiner Sicht ist der wichtigste Faktor die Zeit.
Der Weise Konfuzius sagt: „ Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste“.
Der edelste Weg des Nachdenkens braucht Zeit, aber diese ist gut investiert.
Sich einmal täglich, zum Beispiel bei der täglichen Routine seine Zähne zu putzen, darüber nachzudenken, wie ich mir heute eine kleine Oase schaffe und das ohne schlechtem Gewissen. Sich vorzustellen, wen ich sicher nicht nachahmen will, um bittere Erfahrungen zu vermeiden.
Das ist die Freiheit sein Leben zu gestalten.